Bestand und Sammlungen

Das Herzstück des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung ist seine Bibliothek. Neben der bibliographischen und biographischen Abteilung, den nationalen und internationalen Zeitschriften enthält die Bibliothek Quellentexte der verschiedenen naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen und die entsprechende Forschungsliteratur sowie zentrale Werke der Philosophie, Theologie, Belletristik, Psychologie und Soziologie der Vergangenheit und Gegenwart.

Die Bibliothek umfasst derzeit ca. 50.000 Bände und ca. 100 laufend gehaltene Zeitschriften. Sie ist im Institut in der Königstraße in den 4 Etagen des Bücherturms untergebracht. Hinzu kommt der Bibliotheksbestand der ehemaligen psychiatrischen Anstalten von Lübeck-Strecknitz. Darüber hinaus verfügt das Institut über die umfangreiche Sammlung von Mikroprints 'Landmarks of Science' mit 10.000 historischen Monographien, 250 Akademie- bzw. Gesellschaftsschriften sowie einschlägigen naturwissenschaftlich-medizinischen Zeitschriften der Vergangenheit.

Die Institutsbibliothek hat Präsenzcharakter. Die Benutzung der Bibliothek ist kostenlos, und Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der Lübecker Bevölkerung stehen Leseplätze zur Verfügung.

Die Bibliothek ist Mitglied der "Arbeitsgemeinschaft medizinhistorischer und verwandter Bibliotheken".


Bibliothek des Ärztlichen Vereins zu Lübeck

Eine besondere Kostbarkeit des Instituts stellt die ehemalige Bibliothek des Ärztlichen Vereins zu Lübeck dar, die bis 1992 in der Stadtbibliothek Lübeck untergebracht war. Der 1809 gegründete Lübecker Ärzteverein gehört zu den ältesten Ärztevereinen im deutschsprachigen Raum; einen ärztlichen Leseverein gab es in Lübeck bereits seit 1805. Schon bald nach seiner Gründung bemühte sich der Lübecker Ärzteverein um den Aufbau einer Bibliothek. 1819 kam es zur Gründung der Bibliothek, die wegen des Anwachsens der Bestände in den kommenden Jahrzehnten an verschiedenen Orten untergebracht wurde, unter anderem auch im Gerichtsgebäude in der Burgstraße. 1922 musste die Bibliothek mit Monographien vom 16. bis 20. Jahrhundert und wichtigen Fachzeitschriften aus Raummangel an die Stadt übergeben werden; sie wurde in Räumen der Stadtbibliothek aufbewahrt. Diese bedeutende Sammlung von ca. 30.000 Werken der Medizin von der Renaissance bis in die Gegenwart sowie andere medizinische Bestände der Stadtbibliothek sind als Dauerleihgabe seit 1993 in den Räumen des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung allen Interessierten zugänglich. Die Bibliothek des Ärztlichen Vereins wird einerseits durch einen handgeschriebenen alphabetischen Zettelkatalog auf Microfiche (geordnet nach den Regeln der Preußischen Instruktionen) und andererseits durch einen systematischen Bandkatalog erschlossen. Um eine umfassende Nutzung und Forschung zu ermöglichen, wird der Bestand zurzeit retrospektiv in das GBV eingegeben. 

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Lübeck kämpft für seine Uni