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Post Trauma: Sozialpsychologie und Ethik

Dozent: Prof. Christoph Rehmann-Sutter

Dieses Wahlfach findet i.d.R. in den Winterersemestern statt.

Es geht in diesem Wahlfach um den Umgang mit Vergangenheit in Familien und in Gesellschaften, wenn in der Vergangenheit Gewalt ausgeübt wurde, die traumatische Folgen hinterlässt und nur schwer, teilweise nicht zur Sprache gebracht werden kann. Nachfahren von Opfern und Tätern des Holocaust; Apartheid; Kriegssituationen. Wie ist Handlungsfähigkeit beeinträchtigt? Wie kann Handlungsfähigkeit nach einem Trauma wiedererlangt werden? Welchen Einfluss haben kollektive Traumata auf ethische Diskurse? Das Seminar widmet sich exemplarisch der ausgedehnten Interview-Studie des israelischen Psychologen Dan Bar-On (1938 - 2008) über Täter- und Opferperspektiven in drei Generationen nach dem Holocaust in Deutschland und in Israel. Als Kontrast wird u.a. die Studie über Akten von deutschen Gefängnisseelsorgern von NS-Tätern von Katharina von Kellenbach und ihre Thesen zur Ethik der Vergebung diskutiert. Eine ethische und sozialpsychologische Interpretation wird gemeinsam erarbeitet.

Studierende des Wahlfachs erhalten alle Details zur Durchführung, Literatur etc. in Moodle.

Modul-Nr. PY4892-KP04; 4 ECTS