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Studium Generale

Demokratischer Wandel und Wissen

Jan Groos (Berlin)

Wann: 29. April 2026, 18:30 Uhr
Wo: Hörsaal des IMGWF in der Königstraße 42 in Lübeck

Der Vortrag behandelt den Zusammenhang zwischen demokratischem Wandel und Wissen entlang dreier Felder:

Krise verstehen: Um demokratischen Wandel zu verstehen und erfolgreich mitzugestalten, braucht es eine Analyse der aktuellen Krisen demokratischen Regierens und demokratischer Selbstlegitimation. Es gilt, die strukturellen Ursachen für den Vertrauensverlust in Demokratie zu verstehen und dabei auch zu fragen, wie sich Demokratien wandeln müssen, um wieder als attraktives politisches Imaginäres erfahrbar zu werden.

Demokratische Zukünfte denken und gestalten: Die zu beobachtende Krise der Demokratie muss daher auch als eine Krise politischer Vorstellungskraft verstanden werden. Wie können Imaginationen demokratischer Zukunftsgestaltung in Zeiten der Krise aussehen? Wie können sie gesellschaftliche Wirkmacht entfalten und konkrete Prozesse gesellschaftlicher Transformation beeinflussen?

Das Wirken des Wissens: Welche Rolle spielt Wissen für diesen demokratischen Wandel? In den Blick kommt Wissen hierbei in seiner Funktion als notwendiges und produktives Element demokratischer (Selbst-)Organisation wie auch als destruktives und von Machtasymmetrien durchzogenes Element gesellschaftlicher Strukturierungsprozesse. Es gilt sich zu fragen: Wie können die gesellschaftlichen Bedingungen der Produktion und des Erwerbs von Wissen selbst demokratisiert werden?
 

Jan Groos ist Leiter des Themenschwerpunkts „Demokratischer Wandel und Wissen“ am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und betreibt den Podcast Future Histories als Teil seiner Forschungspraxis.