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Studium generale

Studium Generale: ein Forum für Weitblick

Das Studium Generale ist eine fächerübergreifende Vortragsreihe, die sich aktuellen und öffentlich relevanten Themen widmet.  

Im Sommersemester 2020 finden – aufgrund der aktuellen Lage – keine Präsenzveranstaltungen statt. Das nächste Programm und die Termine für das Studium Generale finden Sie sobald wie möglich an dieser Stelle.

Das für das Wintersemester 2020/21 geplante Studium Generale zum Thema Klimawandel sowie das dazugehörige Wahlpflichtfach wird auf das Wintersemester 2021/22 verschoben. Wir hoffen, dass dann die Veranstaltungen in gewohnter Präsenz werden stattfinden können.

 

Im vergangenen Wintersemester 2019/20 stand das Studium Generale unter dem Thema „Europa“: Das Konzept "Europa" wirft Fragen auf und fordert zum Perspektivwechsel heraus. Welchen Weg sollte "Europa" gehen? Wo liegen die Konfliktzonen? Wie wird Europa von anderen Orten aus gesehen?

Konzept: Öffentliche Ringvorlesung vierzehntäglich mit sieben eingeladenen ReferentInnen. An den dazwischenliegenden Terminen ein Lektürekurs für Studierende aller Studienrichtungen, passend zu den Vortragsthemen.

Projektteam: Cornelius Borck, Christoph Rehmann-Sutter, Christina Schües und Birgit Stammberger (Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung / Zentrum für kulturwissenschaftliche Forschung, Universität zu Lübeck)

Eine ausführliche Beschreibung des Konzepts und der vergangenen Themen finden Sie hier.

Frühere Veranstaltungen

2019 W
2018 W
2018 S
2017 W
2016 W
2016 S
2015 W
2015 S
2014 W
2014 S
2013 W
2013 S
2012 W
2012 S
2011 W
2011 S
2010 W
2010 S
2009 W

EUROPA

Wintersemester 2019/20

Was meinen wir, wenn wir von Europa sprechen? Europa kann nicht einfach als geographischer Raum beschrieben werden, der verschiedene Staaten, Sprachen und Völker umfasst. Es ist auch Konstrukt und Institution, Idee und jeweilige Wirklichkeit. Als Idee verkörpert Europa Hoffnungen, Werte und eine demokratische Vision. Einige kritisieren die wirklichkeitsformende Institution Europa als wirtschaftspolitisches Machtgefüge oder ökonomischen Zweckverein. Für andere tritt Europa auf als identitärer Rückzugsort der "Europäer", das  sich mit Grenzregimen und Abschottungspolitik schützt. Gegenwärtig ist Europa in einer Situation der Krise und der Umbrüche, die die politische Ebene der Europäischen Union beunruhigen. Der Verweis auf einen "europäischen Wertehorizont" – Aufklärung, Pluralismus, Demokratie und Menschenrechte – soll die Suche nach kulturellen Gemeinsamkeiten stützen.

Das Konzept "Europa" wirft Fragen auf und fordert zum Perspektivwechsel heraus. Welchen Weg sollte "Europa" gehen? Wo liegen die Konfliktzonen? Wie wird Europa von anderen Orten aus gesehen?

23.10.2019
Auf zur Europäischen Republik! Für ein Europa der Bürger*innen
Laura Sofìa Salas / European Democracy Lab, Berlin

06.11.2019
Islam in Europe: Debating Norms in Public Life
Nilüfer Göle / PublicDemoS – EHESS, Paris

04.12.2019
Globaler Klimawandel als Sicherheitsproblem für Europa
Michael Brzoska / Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg

18.12.2019
Gegenwärtiger Antisemintismus in Europa
Uffa Jensen / Antiseminitismusforschung, Berlin

22.01.2020
Die Wiederkehr der Politik - Hat Europa noch eine Chance?
Hauke Brunkhorst / Europa-Universität, Flensburg

29.02.2020
Der Blick außereuropäischer Eliten auf Europa
Harald Fischer-Tiné / Geschichte der modernen Welt – ETH Zürich

12.02.2020
Koloniale Kontinuitäten und Schwarzer Widerstand
Aminata Tourè / Vizepräsidentin des Landtages, Kiel


"Studium generale" Europa im Mittelpunkt
Lübecker Nachrichten vom 23. Oktober 2019

Who cares?

Wintersemester 2018/19

Der „Pflegenotstand“ ist eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Die Politik reagiert mit Modellen zur Aufwertung der Pflege- und Fürsorgearbeit. An den Unis werden Pflegewissenschaften aufgebaut und in Schleswig-Holstein wurde als eines der ersten Bundesländer 2018 eine Pflegeberufekammer eingerichtet. Doch die Zustände verschärfen sich: Schlecht bezahlte Arbeit, Überforderung und fehlende Anerkennung beschreiben ein Problem, das weder politisch noch gesellschaftlich gelöst zu sein scheint. Dabei ist die Sorge- und Fürsorgearbeit mehr als die Sorge um den Mitmenschen.

Pflege ist eine gesellschaftlich hochrelevante Tätigkeit, die, auch wenn sie im Privaten stattfindet, im öffentlichen Raum diskutiert werden muss. Zudem lässt die verschärfte Rationalisierung des Arbeitsmarktes soziale Tätigkeiten und besonders die Fürsorge im Generationenvertrag immer mehr zum Problem werden. Produktionsarbeit als Motor der Wirtschaft scheint die soziale Welt zu strangulieren, denn Fürsorge kostet nicht einfach mehr Zeit, sondern sie lebt gewissermaßen von Zeitverschwendung. Es reicht deshalb nicht aus, nur neue sozialpolitische Maßnahmen zu diskutieren. Mit der mangelnden Marktfähigkeit von Fürsorge steht vielmehr die Grundordnung unserer Gesellschaft auf dem Spiel.

Brennende Fragen liegen auf der Hand: Brauchen wir eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Systemänderung, um die Sorge für unsere Mitmenschen – seien sie groß oder klein, alt oder jung – angemessen zu leisten? Liegt im Konzept der Sorgearbeit – „care“ – gar eine politische Sprengkraft, weil es unvereinbar ist mit der gegenwärtigen Dominanz eines ökonomischen Denkens im Sozialsystem?

Termine: 

25. Oktober 2018
Die Zukunft der Pflege angesichts ihrer gegenwärtigen Herausforderungen
Podiumsdiskussion mit:
• Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer S-H
• Dr. Nadja Rakowitz, Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte / Bündnis „Krankenhaus statt Fabrik“
• Prof. Dr. Sascha Köpke, Pflegeforschung Uni Lübeck
Moderation: Christoph Rehmann-Sutter

1. November 2018
Rekonfiguration von sozialer Reproduktion, Care Extraktivismus und Sorgekämpfe. Eine zeit- und raumdiagnostische intersektionale Perspektive
Dr. Christa Wichterich (Bonn)

15. November 2018
Care als politische Grundkategorie. Eine care-ethische Sicht auf die Möglichkeit, zusammen zu leben
Prof. Dr. Frans Vosmann (Utrecht)

31. Januar 2019
Lebenslang und immer im Kreis. Das andere Zeitregime des Sorgens und Pflegens
Prof. Dr. Cornelia Klinger (Tübingen)

Marx: 1848 / 2018

Sommersemester 2018

Politische Krisen, ökonomische Armut und Hunger waren Vorboten für die Revolutionen 1848 in vielen Ländern Europas, so auch in England, Frankreich und in Deutschland: Eine Art europäischer Frühling fand statt, "ein Gespenst ging um in Europa", wie Karl Marx und Friedrich Engels im kommunistischen Manifest formuliert haben, in dem der Klassenkampf und die internationale Solidarität des Proletariats als Grundlage zur Überwindung des Kapitalismus beschworen werden. Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Auflösung der DDR in der Bundesrepublik schienen Marx und die Grundpositionen des Marxismus ausgesorgt zu haben. Doch wenige Jahre später (und nicht erst seit der Finanzkrise 2008/09) erlebte die Kapitalismuskritik eine Renaissance. Marx wurde wieder zu einem der wichtigsten Bezugspunkte für ökonomische, philosophische und gesellschaftspolitische Debatten – sei es in kritischer Abgrenzung oder in positiver Bezugnahme. Gestern noch scheinbar veraltete Begriffe wie "Arbeit", "Klassenkampf" oder "Ideologie" werden heute im Rahmen von feministischen, postkolonialen und globalisierungskritischen Politikentwürfen neu interpretiert: Welche Impulse geben Marx' Werke für die gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen von heute und morgen? Dieser Frage widmet sich das Studium generale in diesem Semester in vier Vorträgen.


Donnerstag, 12. April 2018
Der Revolutionsbegriff bei Karl Marx und seine Bedeutungen heute
PD Dr. Falko Schmieder (Berlin)

Donnerstag, 21. Juni 2018
Karl Marx und die ökologische Kritik. Das Problem der Naturzerstörung als Grenze des Kapitalismus
Prof. Dr. em. Birgit Mahnkopf (Berlin)

Donnerstag, 14. Juni 2018
Marx' Feuerbachthesen und der Feminismus
Prof. Dr. em. Frigga Haug (Stuttgart)

Donnerstag, 28. Juni 2018
Marxismus und Demokratie: Ein Widerspruch?
Prof. Dr. Regina Kreide (Giessen)

Vorträge jeweils um 19.00 Uhr im Audimax (AM1) auf dem Campus der Universität zu Lübeck, außer am 12. April im AM3. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Leitung: Prof. Dr. Cornelius Borck, Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter, Prof. Dr. Christina Schües, Dr. Birgit Stammberger

Kollaps des Öffentlichen?

Wintersemester 2017/18

Social-Media-Kanäle und neue Kommunikationstechnologien lassen die vertrauten gesellschaftlichen und politischen Ordnungskategorien verschwimmen: Das Private wird öffentlich, das Öffentliche wird privat. Die Tatsache wird zur Meinung, die Meinung zum alternativen Fakt. Handlungs- und Normbereiche unterliegen einem Wandel, Verhaltensweisen ändern sich, Politik tritt in neuem Gewand auf. Talkshows, Twitter, Selfie-Stick befeuern die Medialisierung des Privaten in einem Kampf um Sichtbarkeit. Eine wirtschaftliche und staatliche Big Data-Sammelwut durchdringt unsere Lebensbereiche, die zu schützen vielleicht viele Menschen gar nicht mehr beanspruchen.

Das Öffentliche, traditionell Schauplatz von demokratischer Politik und gesellschaftlicher Ordnung, wird zur Arena von unterschiedlichen Spielarten des Populismus, von Selbstinszenierung und Wut. Erregungswellen, pöbelnde Twitter-Nachrichten und Fake News verdunkeln das Licht der Öffentlichkeit und ersetzen die politische Auseinandersetzung.

Demokratie braucht die Öffentlichkeit und die Partizipation der Bürger*innen. Eine Politik - so bereits Sokrates - ist ihrer nur würdig, wenn sie wahrhaft öffentlich ist. Die Vorträge des diesjährigen Studium Generale möchten der Frage nach dem Verbleib der politischen Öffentlichkeit nachgehen.

Verantwortlich:
Prof. Dr. Christina Schües, Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter


2.11.2017, 19.15 Uhr • Audimax
Die Erfindung des Gemeinsamen: zur Kritik des Privaten und des Öffentlichen
Prof. Dr. Roberto Nigro (Lüneburg)

14.12.2017, 19.15 Uhr • Audimax 
Neu umkämpfte Öffentlichkeiten in der Geschlechterpolitik. Von ,Gender-Wahn', ‚Frühsexualisierung' und ‚Homo-Lobby'
Ruth Heß (Hannover)

25.1.2018, 19.15 Uhr • IMGWF/Königstraße 42
Wachablösung. Wenn Transparenz Öffentlichkeit ersetzt (mit anschließendem Mediengespräch)
Prof. Dr. Emmanuel Alloa (St. Gallen)

1.2.2018, 19.15 Uhr • Audimax 
Wie echt ist Öffentlichkeit?
Prof. Dr. Simone Dietz (Düsseldorf)

Die Vorträge beginnen um 19.15 Uhr und finden statt im Audimax, Mönkhofer Weg 245. Ausnahme: 25.1.2018 im Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Königstraße 42.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Die Zukünfte der Wissenschaften

Wintersemester 2016/17

Wir leben in einer Wissensgesellschaft – das gehört zu den Selbstverständlichkeiten der öffentlichen Diskussion. Aber was genau ist damit gesagt? Verdienen Wissenschaften im 21. Jahrhundert weiterhin umstandslos Anerkennung und können sie auf öffentliche Anerkennung selbstverständlich zählen? Vor welche Herausforderungen stellen umgekehrt die Wissenschaften die Gesellschaft und welche Angebote zur Gestaltung von Zukunft machen sie? Wissenschaft und Öffentlichkeit standen immer schon in einem engen Wechselverhältnis, aber heute zeichnen sich neue Kräfteverhältnisse und Tendenzen ab: Die Lebens-, Informations- und Technikwissenschaften reklamieren die Wirklichkeitsbeschreibung mitsamt ihrer Gestaltung für sich und lassen Geistes- und Sozialwissenschaften in die Defensive geraten; Bürgerinnen und Bürger fordern ihre Partizipation bei der Ausrichtung wissenschaftlicher Vorhaben; die Wissenschaftsförderung orientiert sich zunehmend an ökonomischer Verwertbarkeit und an die Stelle einer Freiheit von Forschung und Lehre tritt die Evaluation akademischer Produktivität nach quantifizierbaren Outputkriterien. Aber welche Formen von Wissenschaft brauchen wir für die Welt von morgen?

Das Studium Generale unternimmt im Wintersemester 2016/2017 eine Standortbestimmung von Wissenschaften und lädt ein zur Auseinandersetzung mit ihrer Zukunft.

Termine:

27. Oktober 2016
Prof. Dr. Torsten Wilholt (Hannover)
Warum und in welchem Sinne sollte wissenschaftliche Forschung frei sein?

3. November 2016
Prof. Dr. Arno Bammé (Klagenfurt)
Apokalyptisches Denken im Anthropozän. Fünf Wege in die Katastrophe

8. Dezember 2016
Prof. Dr. Barbara Prainsack (London)
Citizen Science: Demokratisierung oder Ausbeutung?

2. Februar 2017
Prof. Dr. Eva Geulen (Berlin)
Was hat der Formbegriff in der Kulturwissenschaft zu suchen?

Die Vorträge finden jeweils um 19:15 statt, diesmal im Audimax Hörsaal AM 4!!!

Islam in europäischer Kultur

Sommersemester 2016

Oft wird der Islam in Europa als fremd wahrgenommen. Europäische Kultur wäre aber ohne den Islam nicht zu dem geworden, was sie ist. Wie lassen sich die Vielfalt der Religionen Europas und die Vielfalt der muslimischen Kulturgeschichte für die öffentliche Debatte wiedergewinnen? Anstelle einer Ethik der Anerkennung gegenüber fremden Religionen dominiert oft Intoleranz. Die mediale Berichterstattung über Terror und Gewalt produziert ein einseitiges Bild des Islam, das den politischen Diskurs verhärtet und einen stigmatisierenden Effekt hat.

Die Vorträge im diesjährigen Studium generale wollen neue Perspektiven auf den Islam eröffnen: Es geht nicht nur um Klischees zum Frauenbild oder die Kopftuchthematik, sondern auch um die Rolle des Islam bei der Überlieferung antiker Wissenskulturen und warum ein Islamprofessor gerne Muslim ist und dafür viel von Marlon Brando gelernt hat.

Im Mittelpunkt stehen Denkräume und Vorstellungswelten, die Einseitigkeiten aufbrechen und unsere Handlungsweisen vielstimmiger machen können. Jenseits von Stereotypen will die Vortragsreihe den Islam als Kultur befragen und ihn gleichzeitig im Kontext europäischer Kulturen zu Wort kommen lassen.

Mittwoch, 27. April
Christlich-islamischer Dialog im Wandel von Geschichte und Politik
Pater Richard Nennstiel, Erzbistum Hamburg

Donnerstag, 26. Mai
Wie öffentlich darf oder soll Religion sein?
Dr. Rifa’at Lenzin, Zürcher Lehrhaus

Donnerstag, 23. Juni
Islamisches Denken - zwischen Aristoteles und Hegel
Prof . Dr. Milad Karimi, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster

Donnerstag, 7. Juli
Zahlenwanderungen - und wie die Christen arabisch zählen lernten
Prof. Dr. Ulrich Rebstock, Albert Ludwigs-Universität Freiburg

Die Vorlesungen finden im Audimax der Universität zu Lübeck, Mönkhofer Weg 245, jeweils um 19.15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Hand und Auge, Mund und Bauch. Einsatzorte der Kulturwissenschaften

Wintersemester 2015/16

Unsere Gesellschaft teilt die Welt in Natur und Kultur. Damit zerfallen auch die Wissenschaften in die Zwei Kulturen der Natur- und Geisteswissenschaften. Aber wohin gehören dann Kopf und Körper? Und welche Einsichten können die Kulturwissenschaften liefern, wenn sie die Unterteilung in Natur und Kultur in Frage stellen? Welche Perspektiven eröffnen sich, wenn der menschliche Körper, seine kulturelle Zurichtung und wissenschaftliche Erforschung in den Mittelpunkt einer kulturwissenschaftlichen Analyse gerückt wird? Was passiert, wenn diese Körper-Orte zum Einsatzort kulturwissenschaftlicher Reflexionen werden? Und was lässt sich anhand von Hand und Auge, Mund und Bauch über Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft herausfinden? Vier Kulturwissenschaftlerinnen und Kulturwissenschaftler gehen in diesem Wintersemester diesen Fragen nach. Seien Sie dabei, wenn Auge und Mund, Hand und Bauch zu Einsatzorten kulturwissenschaftlichen Denkens werden.

Ort: Hörsaal des IMGWF, Königstraße 42 
Zeit: donnerstags 19.15 Uhr

Termine:

29. Oktober 2015 - BAUCH
Prof. Dr. Achatz von Müller (Leuphana Universität Lüneburg)
Ökonomie als Kultur. Wie die Kulturwissenschaft die alte Geschichte von der Revolte des Bauches gegen den Kopf neu erzählt.

3. Dezember 2015 - AUGE
Dr. Margarte Vöhringer (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin/ZfL)
Das Graefe-Museum: Briefe, Augenspiegel, Aquarelle und die Entstehung einer neuen Wahrnehmungslehre.

7. Januar 2016 - HAND
Prof. Dr. Karin Harrasser (Kunstuniversität Linz)
Angreifen. Über natürliche und künstliche Hände.

11. Februar 2016 - MUND
Prof. Dr. Hartmut Böhme (Humboldt Universität zu Berlin)
Die vergessene Kulturgeschichte des Mundraums. Über die notwendige Integration der Kulturwissenschaft in die Zahnmedizin und Sinnesphysiologie.

Sterbekulturen

Sommersemester 2015

Das Sterben ist diesseits des Todes. Entsprechend lebendig sind die Kulturen des Sterbens. In den Bildern vom Tod, in den Sitten des Umgangs mit Sterbenden, in den Ritualen der Trauer und in den Gebräuchen der Bestattung der Toten sowie in den Vorstellungen, die Menschen begleiten, die selbst sterben, verdichtet sich immer auch der Sinn des Lebens. In welchen Bildern wird der Tod dargestellt? Wie wird er gedacht? Ist der Tod immer der absolute Feind, oder ist er manchmal auch ein Freund? Die Vortragsreihe möchte Hintergründe der Sterbehilfedebatte erschließen, die Tiefenstrukturen erkennbar machen, in denen die ethischen Argumente gründen.

Die Kunsthistorikerin Stefanie Knöll (Düsseldorf) erklärt die Bedeutung des berühmten Totentanzes in der Lübecker Marienkirche aus dem Jahr 1463; die Bildwissenschaftlerin Kristin Marek (Karlsruhe) zeigt, wie der Tod vielfältig medial sichtbar gemacht wird; die Ethnologin Elisabeth Schömbucher-Kusterer (Würzburg) berichtet aus ihren Forschungen über für uns fremde Sterbekulturen in Indien; schließlich erzählt die Philosophin Theda Rehbock (Dresden), wie die Philosophie den Tod und das Sterben betrachtet.

Ort: Audimax (AM 1), Campus Lübeck
Zeit: donnerstags 19.15 Uhr

Termine:

21. Mai 2015
Dr. Stefanie Knöll
Tradition und Innovation. Zur Rezeption des Lübecker Totentanzes in Malerei und Graphik
Aufgrund des Bahnstreiks musste der Vortrag leider ausfallen. Nachholtermin ist der 16. Juli 2015 (19.15 Uhr).

28. Mai 2015
Dr. Kristin Marek
"Every day above ground is a good one". Der Leichnam in Bildern

11. Juni 2015
Prof. Dr. Elisabeth Schömbucher-Kusterer
Der gute und der schlechte Tod. Sterbekulturen im hinduistischen Indien

2. Juli 2015
Prof. Dr. Theda Rehbock
Der Tod und das Sterben, philosophisch betrachtet

50 Jahre "Im Focus das Leben"

Wintersemester 2014/15

Festwoche zum Jubiläum in der Innenstadt – Studium generale kompakt: 

Dienstag, 04.11.2014 19.00 – 21.00 Uhr
Kreisleriana
Ein Abend mit Musik von Schumann und Beethoven und Texten von E.T.A. Hoffmann cand. med. Pia Stüssel (Klavier) und Prof. Dr. Peter Dominiak (Lesung)

Mittwoch, 05.11.2014 20.30 – 21.30 Uhr
Objekte erzählen aus der Forschung
Lübecker Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stellen ihre Arbeit vor und Präsentation des Jubiläumsbandes 50 Jahre im Focus das Leben

Donnerstag, 06.11.2014 19.00 – 21.00 Uhr
Mit der Promotion zur akademischen Karriere?
Ein Abend moderiert von den Stipendiaten des ZKFL mit einem Vortrag von Prof. Dr. Reinhard Kreckel (Halle): „Wandel der Promotionskulturen: Deutschland im Vergleich zu Frankreich, England und den USA“

Freitag, 07.11.2014 19.00 – 21.00 Uhr
Medizin und Kultur
Dietrich von Engelhardt im Gespräch mit Christoph Rehmann-Sutter und Cornelius Borck

Die Abende finden im Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung (IMGWF) in der Königstraße 42 statt.

Im Focus das gute / wahre / gesunde Leben

Sommersemester 2014

Vor fünfzig Jahren entstand in Lübeck eine kleine medizinische Hochschule, die sich inzwischen zu einer Universität mit einem klaren Forschungs- und Lehrprofil im Bereich der Lebens- und Informationswissenschaften entwickelt hat. „Im Focus das Leben“ lautet deshalb auch das Motto unserer Universität. Im Jubiläumsjahr 2014 wollen wir dieses Motto zum Thema des Studium generale unserer Universität nehmen und Experten aus vier fundamentalen Aussagebereiche zum Leben um Ihre Positionen bitten: Was ist Leben? – die Sicht der Biologie, Was ist das gute Leben? – die Sicht der Philosophie, Was ist das wahre Leben? – die Sicht der Theologie und Was ist gesundes Leben? – die Sicht der Medizin.

Folgende Veranstaltungen finden im Sommersemester 2014 statt:

24. April 2014 im Audimax auf dem Campus der Universität zu Lübeck,
Dr. Georg Toepfer
Was ist Leben? – die Sicht der Biologie

5. Juni 2014 im Audimax auf dem Campus der Universität zu Lübeck,
Prof. Dr. Ursula Wolf, Universität Mannheim
Was ist das gute Leben? – die Sicht der Philosophie

19. Juni 2014, St. Petri, Lübeck
OKR Dr. Petra Bahr, Kulturbeauftragte der EKD
Was ist das wahre Leben? – die Sicht der Theologie

10. Juli 2014 im Audimax auf dem Campus der Universität zu Lübeck,
Prof. Dr. Johannes Siegrist, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Was ist gesundes Leben? – die Sicht der Medizin

Das Audimax-Hörsaalgebäude befindet sich im Mönkhofer Weg 245, 23562 Lübeck.

Die Leitung des Studium generale hat Prof. Dr. Cornelius Borck, der Direktor des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck.

Die Vorträge und Diskussionsabende sind öffentlich. Sie finden während der Vorlesungszeiten donnerstags, um 19.15 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Glauben/Wissen/Forschen

Wintersemester 2013/14

Forschung gilt als der sichere Weg, um vom bloßen Glauben zum festen Wissen zu kommen. Glauben hingegen ist bestenfalls Privatsache, schlimmstenfalls bedrohlicher Fundamentalismus, der seinerseits mit wahrhaft religiösem Eifer im Namen der Aufklärung bekämpft werden muss, damit das Licht der Wahrheit überall leuchtet. Aber nur auf den ersten Blick verhält sich die Sache so einfach, denn ausgerechnet im Bereich der Wissenschaft steht alles Wissen grundsätzlich zur Disposition, kann schon morgen von anderen Fakten oder im Rahmen einer neuen Theorie über den Haufen geworfen werden. Außerdem hat sich längst herumgesprochen, dass wissenschaftliche Fakten immer nur im Lichte bestimmter Leitvorstellungen und Paradigmen Gültigkeit beanspruchen können, die von ihren Anhängern wie Glaubenssätze verteidigt werden. Kurzum, das Dreieck von Religion, Kultur und Wissenschaft spannt ein problematisches Feld auf, das wir unter den Stichworten Glauben – Wissen – Forschen näher beleuchten und im Dreischritt über den oben skizzierten leichtfertigen Gegensatz von Glauben und Wissen hinausführen wollen. - Der Eintritt ist frei.

24. Oktober 2013, 19.15 Uhr, Audimax, Campus Lübeck
Prof. Dr. Martin Treml, ZfL Berlin
Wissen, Glauben, Forschen in den europäischen Religionskulturen

21. November 2013, 19.15 Uhr, St. Petri, Lübeck
Streitgespräch „Glauben – Wissen – Forschen“
Es diskutieren Prof. Dr. Philipp Stoellger (Theologie, Universität Rostock) und Prof. Dr. Enno Hartmann (Biologie, Universität zu Lübeck), moderiert von Dr. Bernd Schwarze, Universitätskirche St. Petri, und Prof. Dr. Cornelius Borck, Universität zu Lübeck.

16. Januar 2014, 19.15 Uhr, Audimax, Campus Lübeck
Prof. Dr. Dr. Ina Wunn, Leibniz Universität Hannover
Weltdeutung, Welterklärung und die Rolle der Angst

30. Januar 2014, 19.15 Uhr, Audimax, Campus Lübeck
Prof. Dr. Isabelle Noth, Universität Bern
Spiritual Care – Eine Begegnung zwischen Theologie und Medizin

Klimawandel

Sommersemester 2013

Auf Grund von menschlichen Einflüssen verändert sich das Klimasystem der Erde. Seit Jahren ist das bekannt und bereitet vielen Sorgen. Die Frage stellt sich, wie die Gesellschaften reagieren können. Trotz einiger lokaler Erfolge haben wir das Problem weltweit nicht im Griff.

2013 wird der neue Bericht des Weltklimarats publiziert. Im ersten Vortrag erklärt der Klimaforscher Jochem Marotzke, deutsches Mitglied im Weltklimarat, was wir wissen und was wir nicht wissen. – In einem Podiumsgespräch geht es sodann um die Frage, welche Veränderungen nötig sind und wie die Gesellschaften bewegt werden können. Wer hat die richtige Medizin? Und welche Rolle hat die Medizin?

Aus einer kritisch-theologischen Perspektive analysiert Bärbel von Wartenberg-Potter den Klimawandel als Frage der globalen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. – Der Philosoph Konrad Ott diskutiert den Klimawandel als Herausforderung für die Ethik und fragt, ob und wie die Gesellschaften von den Wachstumszwängen befreit werden können, die sich schädlich auswirken.

Die Veranstaltung ist koordiniert mit der Ausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten. Klimawandel(n) in Norddeutschland“ im Museum für Natur und Umwelt Lübeck. – Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 2. Mai, 19.15 h, Audimax, Campus Uni Lübeck
Prof. Dr. Jochem Marotzke
Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
Globaler Klimawandel im 21. Jahrhundert: Erwartungen und Ungewissheiten

Donnerstag, 30. Mai, 19.15, großer Hörsaal des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, Königstraße 42
Podiumsgespräch: Vom Wissen zum Handeln
Wer hat die richtige Medizin? Und welches ist die Rolle der Medizin?
Es diskutieren:
Dipl.-Ing. Andreas Beldowski, Koordinator ATTAC Lübeck
Andreas Fey, Klimaschutzleitstelle der Hansestadt Lübeck
Dr. Susanne Füting, Leiterin Museum für Natur und Umwelt, Lübeck
Prof. Dr. med. Werner Solbach, Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene
Moderation: Prof. Dr. Christoph Rehmann-Sutter

Donnerstag, 20. Juni, 19.15, Audimax, Campus Uni Lübeck
Bärbel von Wartenberg-Potter
Bischöfin i.R. der Nordelbischen Lutherischen Kirche
Theologie und Klimagerechtigkeit

Donnerstag, 4. Juli, 19.15, Audimax, Campus Uni Lübeck
Prof. Dr. Konrad Ott
Professor für Philosophie und Ethik der Umwelt an der Christian-Albrechts-Universität Kiel
Die zehn Domänen der Klimaethik
 

Kultur-Austausch / Streit-Kultur

Wintersemester 2012/13

Kultur – das ist das Eigene, das Besondere, worin sich Gruppen und Gesellschaften zu erkennen geben, Identitäten ausbilden, sich unterscheiden und worum sie streiten.

Der Blick in die Geschichte zeigt dabei, dass Gesellschaften insbesondere in sogenannten kulturellen Blütezeiten mit ihrer Umwelt in starkem Austausch stehen, denn das Eigene steht offenbar selten für sich und gewinnt oft erst aus der Differenz seine Konturen.

Das gilt für kaum eine Stadt so wie für Lübeck, deren Größe insbesondere im Handel und Austausch lag. Was Kultur war, formte und veränderte sich im Austausch mit Fremdem.

Im 19. Jahrhundert entstand dann die politische Idee einer  Kulturnation, die den Mangel staatlicher Einheit  kompensieren musste, wobei aber die Integration von Fremden, zumal der Menschen fremder Religion problematisch blieb. Nach der Wiedervereinigung sollte eine „deutsche Leitkultur“ inmitten postmoderner Beliebigkeit Orientierung stiften und  zum Maßstab der Zuwanderungspolitik taugen. Heute hingegen feiert Europa seine „kulturelle Vielfalt“ und droht aktuell genau daran zu zerbrechen, während hierzulande angesichts allgegenwärtigen Sparzwangs Kultur gleich generell zum überflüssigen Luxus deklariert wird. Ausgerechnet das universale Tauschmedium Geld scheint Kultur zu bedrohen. – Was bleibt? Über Kultur lässt sich eben trefflich streiten!

Deshalb widmet sich das Studium generale im Wintersemester 2012/13 dem Thema Kultur mit einem neuen Doppel-Format: Die gut etablierte Vorlesungsreihe im Audimax zum Thema „Kultur-Austausch“ wird ergänzt um zwei Diskussionsabende im ZKFL zum Thema „Streit-Kultur“.

Vorlesungen im Audimax (19 Uhr c.t.):

"Kultur-Austausch"

11. Oktober 2012
Prof. Dr. Jan von Bonsdorff (Uppsala Universitet):
Kultur- und Kunst-Austausch im mittelalterlichen Ostseeraum

6. Dezember 2012
Prof. Dr. Joachim Schlör (University of Southampton):
Der Glaube an das Wohnen: Jüdisches Leben im städtischen Kontext

31. Januar 2013
Prof. Dr. Christina von Braun (Humboldt-Universität, Berlin):
Der Preis des Geldes. Eine Kulturgeschichte.


Diskussionsabende im ZKFL (19 Uhr c.t.):

"Streit-Kultur"

8. November 2012
Die Zukunft der Kultur
Prof. Dr. Stephan Opitz (CAU) im Gespräch mit Prof. Dr. Hans Wißkirchen

7. Februar 2013
Patientenzentrierte Medizin?
Prof. Dr. Peter Heusser (Universität Witten/Herdecke) im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Heiner Raspe

Programm zum Herunterladen

Wissens-Wert

Sommersemester 2012

Was ist wirklich wissenswert, und was ist der Wert des Wissens, das die moderne Forschung bereitstellt? Während hierzulande gerade die dritte Runde der so genannten Exzellenzinitiative läuft, wird auf europäischer Ebene bereits in noch größerem Format entschieden. Die Europäische Kommission sucht derzeit aus sechs in die engere Wahl genommenen Forschungsprojekten die zwei, die dann mit jeweils 1 Milliarde Euro als Investition in „Zukunftstechnologien“ gefördert werden sollen. Zur Auswahl stehen u.a. ein Wissens-Beschleuniger als Krisenbewältiger und Roboter-Mitbürger, die als Schutzengel fungieren sollen – oder sollte lieber ein menschliches Gehirn nachgebaut werden? Diese Themenliste belegt eindrucksvoll, welche Hoffnungen wir in neues Wissen setzen und was wir zu investieren bereit sind. Aber ist dieses Wissen dann auch tatsächlich wissenswert? Woran bemisst sich überhaupt der Wert von Wissen? Und welches Wissen brauchen wir heute? Diesen Fragen widmet sich das Studium generale im Sommersemester 2012 als Beitrag zum Jahr der Stadt der Wissenschaft. Eingeladen sind ein Philosoph, ein Theologe, eine Historikerin und eine Soziologin.

19. April 2012 - Philosophie
Aufklärung und Wissenschaft: Das Ende einer glücklichen Beziehung?
Prof. Dr. Alfred Nordmann (Technische Universität Darmstadt)

10. Mai 2012 - Geschichte
"Nicht Felder und Bäume...": Zur Bedeutung der Stadt als Ort der Wissenschaft
Prof. Dr. Martina Heßler (Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg)

31. Mai 2012 - Theologie
Gott in der Forschung - Reformationen des Wissens
Dr. Stephan Schaede (Ev. Akademie Loccum)

28. Juni 2012 - Soziologie
"Brain-Food" und "Neurobics": Verhilft Neuroforschung zum erfolgreichen Ich?
Prof. Dr. Sabine Maasen (Universität Basel)

jeweils um 19 Uhr c.t. im Hörsaal des Audimax

Programm zum Herunterladen

"Dem Fortschritt verfallen? / 2"

Wintersemester 2011/12

Man sagt, der Fortschritt sei unaufhaltsam. Er schreitet voran und schafft neben Lösungen auch Probleme - manchmal gerade dort, wo er die größten Erfolge zeigt. Müsste man nicht vielmehr anders fragen: Was braucht es, dass Innovation auch Fortschritt ist? Das Programm dieses Semesters fragt nach den Bedingungen, die gegeben sein müssen, damit neues Wissen oder Können nicht nur neu ist und in dem Sinne einen Fortschritt darstellt, sondern Beitrag ist zum menschlichen Wohl und zur Vertiefung der Kultur.

17.11.2011 „Medizin, Krieg und die Ethik des Experiments, 1900-1970"
Prof. Dr. Wolfgang Eckart (Heidelberg)
Medizinische Forschung ist darauf angewiesen, Versuche an Menschen anzustellen. In militärischen Kontexten und in Zeiten des Kriegs veränderten sich die Schutzbedingungen der in Experimente einbezogenen Personen.

15.12.2011 „Ethik der Knochenmarkspende und die Verfügbarkeit der Körper“
Prof. Dr. Christina Schües (Lüneburg/Lübeck)
Heutige medizinische Möglichkeiten der Gewebespende stellen die Eltern vor den Konflikt gegensätzlicher Fürsorgepflichten: Die Verletzung des einen Kindes bedeutet das (mögliche) Wohl des anderen, kranken Kindes.

12.1.2011 „Viel zu früh geboren - Erwartungen und Wirklichkeit“
Prof. Dr. Christian Poets (Tübingen)
Die neonatologische Intensivmedizin steht unter der Erwartung, auch den viel zu früh geborenen Kindern den Start ins Leben zu ermöglichen. Dabei stößt sie nicht nur an technische, sondern auch an ethische Grenzen.

9.2.2012 „Heilige Neinsager: Zur Propagierung des freiwilligen Todes in der Moderne“
Prof. Dr. Thomas Macho (Berlin)
Die aktuellen Debatten um Palliativmedizin und Sterbehilfe zeigen, wie der modernen Medizin gerade ihr Erfolg zum Problem geworden ist: Noch zum Sterbenlassen ihrer Patienten muss sie erst eine Spezialdisziplin entwickeln.

jeweils um 19 Uhr c.t. im Hörsaal des Audimax

Kulturwissenschaften für Lübeck

Sommersemester 2011

jeweils um 19 Uhr c.t. im Hörsaal des Audimax

5.5.2011 „Arche, Fisch und Floating Hell: Schiffstopik zwischen Metapher und Metamorphose
Prof. Dr. Bernhard Siegert (Weimar)

9.6.2011 „Das Buch und die Zukunft der Geisteswissenschaften“
Prof. Dr. Michael Hagner (Zürich)

23.6.2011 „Wahrheitsfindung. Zum Rechtsdiskurs in spätmittelalterlichen Rathausgemälden“
Prof. Dr. Claudia Blümle (Münster)

7.7.2011 Lesung und Diskussion zum Buch „Leibhaftig“
Christa Wolf (Berlin)

Dem Fortschritt verfallen I

Wintersemester 2010/2011

jeweils um 19 Uhr c.t. im Hörsaal des Audimax

18.11.2010: Biomedizin
Prof. Dr. Regine Kollek (Universität Hamburg)
Respondenten: Jeanette Erdmann, Charlotte Kerner

16.12.2010: Prävention
Prof. Dr. Christian Bonah (Université Louis Pasteur, Strasbourg)
Respondenten: Hans-Ernst Böttcher, Egbert Herting

20.01.2011: Biologie und Gesellschaft
Dr. Peter Beurton (MPI für Wissenschaftsgeschichte, Berlin)
Respondenten: Daniel Rapoport, Enno Hartmann

10.02.2011: Religion
Prof. Dr. Klara Butting (Woltersburger Mühle, Uelzen)
Respondenten: Günter Harig, Christoph Rehmann-Sutter

Europa - ein (T)raum

Sommersemester 2010

jeweils um 19 Uhr c.t. im Hörsaal des Audimax

29.04.2010:
"Der Klang der Geschichte. Europa im Spiegel der Musik"
Prof. Dr. Rainer Kleinertz (Universität des Saarlandes, Saarbrücken)

20.05.2010:
"Warum in die Ferne schweifen…? Anmerkungen zur Kulturgeschichte Europas und seines Nordens"
Björn Engholm (Ehrenbürger der Universität zu Lübeck)

17.06.2010:
"Europa – Merkmale der Identität. Wo liegen Europas Grenzen?"
Prof. Dr. Heimo Reinitzer (Akademie der Wissenschaften in Hamburg)

15.07.2010:
"Traum und Trauma Czernowitz. Ein Abend mit Texten, Eindrücken und Erinnerungen"
Prof. Dr. Helene Silverblatt (University of New Mexico, Albuquerque, USA)
Prof. Dr. Karl-Friedrich Klotz (Universität zu Lübeck)

rausch und rauschen

Wintersemester 2009/10

(unter der Leitung von Prof. Cornelius Borck)

12.11.2009 19 Uhr im Hörsaal des Audimax
Grenzenlos – Tage im November
(Dr. Karen Meyer-Rebentisch, Lübeck)
Bericht in den Lübeckischen Blättern

17.12.2009 19 Uhr im Hörsaal des Audimax
Das Dionysische: Die dunkle Seite der Antike
(Prof. Dr. Renate Schlesier, Berlin)

21.01.2010 19 Uhr im Hörsaal des Audimax
Trancemedien und Medientrancen
(Dr. Wolfgang Hagen, Berlin)

11.02.2010 19 Uhr im Hörsaal des Audimax
Rausch und Ekstase in der Musik
(Prof. Dr. Volker Scherliess)

[Plakat]
LN-Artikel vom 11.11.2009