Dr. phil. Birgit Stammberger
Forschung
Bringing Gender into Science and Back! Historische und ethnographische Perspektiven auf die biologische Geschlechtsentwicklungsforschung
Birgit Stammberger leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Heiko Stoff das SFB-Teilprojekt „Bringing Gender into Science and Back! Historische und ethnographische Perspektiven auf die biologische Geschlechtsentwicklungsforschung“. Das Teilprojekt erforscht in enger Zusammenarbeit mit der Molekularbiologie, wie binär strukturierte Geschlechterkonzepte die Produktion biomedizinischen Wissens zur biologischen Geschlechtsentwicklung prägen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie geschlechtliche Vorannahmen in molekularbiologische Erklärungsmodelle eingehen und welche Konsequenzen sie für das Verständnis geschlechtsbezogener biologischer Phänomene haben.
Die Zusammenarbeit ist als iterativer Forschungsprozess angelegt, in dem wissenschaftshistorische Analysen, ethnographische Beobachtungen und molekularbiologische Forschung kontinuierlich miteinander in Dialog treten. Der interdisziplinäre Austausch umfasst die gemeinsame Entwicklung von Forschungsfragen, wissenschaftliche Veranstaltungen sowie gemeinsame Publikationen. Auf diese Weise werden historische, ethnographische und naturwissenschaftliche Perspektiven systematisch miteinander verschränkt. Ziel des Projekts ist es, reflexive Perspektiven in der biologischen Geschlechtsentwicklungsforschung zu stärken und eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Lebenswissenschaften zu etablieren.
Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt
https://www.sfb1665.uni-luebeck.de/forschung/s-projekte/s06 und zum Sonderforschungsbereich 1665 https://www.sfb1665.uni-luebeck.de/sfb-1665
Mitglied im DFG-Forschungsnetzwerk: Monstrous Matters: Interdisziplinäre Perspektiven auf Inszenierungen monströser Figuren, Körper und Ordnungen im zeitgenössischen Theater und verwandten Künsten (TR 2119/1-1), Leitung: Dr. Ekaterina Trachsel, Justus-Liebig-Universität Gießen
Das Netzwerk MONSTROUS MATTERS sieht das Theater als einzigartigen Forschungsraum, in dem das Monströse nicht nur dargestellt, sondern in seiner Inszenierung, Verkörperung und unmittelbaren Wahrnehmung als ein Begegnungsphänomen erforscht werden kann. Denn nichts ist per se monströs – erst in der Begegnung wird etwas als monströs wahrgenommen und benannt: Menschen machen Monster.
In dem Netzwerk werden während des dreijährigen Förderzeitraums deutschsprachige und europäische Wissenschaftler*innen erstmals mit zentralen Akteur*innen der vor allem in den USA etablierten Monster Studies zusammenarbeiten. Ziel ist es, einen interdisziplinären Forschungsverbund zu initiieren, der Theaterwissenschaft u.a. mit Kultur-, Sozial- und Medienwissenschaft, Philosophie, Rechtswissenschaft und Gender Studies verknüpft. Ein besonderer Schwerpunkt des Netzwerks liegt auf den darstellenden Künsten und dem Theater, die innerhalb der Monster Studies bislang wenig berücksichtigt wurden. Die gezielte Integration dieser Künste als zentraler Zugang erweitert das Forschungsfeld entscheidend und ermöglicht eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch die dreijährige Netzwerkarbeit von MONSTROUS MATTERS wird die Basis für die Gründung eines European Center for Monster Studies gelegt, das über die Förderperiode hinaus bestehen soll und als langfristiger, interdisziplinärer Forschungs-Hub etabliert wird.


